Kurzmeldung

Artikel in der Istanbul Post

Sehzeichen lädt zu gemeinsamen Kunstprojekt im Internet ein. Die Web-Site www.sehzeichen.de von Werner Sünkenberg bietet die Möglichkeit, über den Computer entweder allein oder mit Partnern in aller Welt Grafiken zu entwerfen. Grundlage des Konzepts sind Elemente, die dem Signalbuch und dem Flaggenalphabet der internationalen Seeschifffahrt entlehnt sind, sowie freie Malerei und grafische Elemente. Die Web-Site bietet sowohl Beispiele als auch die Möglichkeit, selbst kreativ zu werden. An die Istanbul Post wandte sich Werner Sünkenberg u.a. mit dem Plan, ein interaktives Kunstevent zwischen Istanbul, Bremen und Berlin durchzuführen und sucht dafür Kooperationspartner.

 
 

Dienstag, 15. Februar 2005

Artikel in der Frankfurter Rundschau:

Baukasten für Bilderpuzzle
Interaktives Kunstprojekt will Kreativität mittels Internet fördern
VON ALEXANDER SCHNACKENBURG

Die große Stunde der Zeichensprache schlägt immer dann, wenn das Wort zum Scheitern verurteilt ist. Deshalb arbeitet man beispielsweise auf Flughäfen mit einfachen Piktogrammen. Da liegt es nahe, dass Leute, die sich mit wildfremden Menschen austauschen möchten, eine Art universelle Sprache finden. Das Internet bietet die besten Voraussetzungen für solch eine Kommunikation, da es alle nur denkbaren optischen Signale an jeden Ort auf dieser Erde transportiert. Der Bremer Künstler Werner Sünkenberg und der kleine Software-Produzent Balance versuchen, diese ziemlich ambitionierte Idee in ihrem interaktiven Kunstprojekt "Sehzeichen" umzusetzen.

Kostenlose Nutzung

Während Sünkenberg aus seinen Malereien, dem Flaggenalphabet und anderen internationalen Seezeichen einen Baukasten voller beliebig kombinierbarer Elemente geschaffen hat, haben die Programmierer so etwas wie einen zweisprachigen Chatroom (deutsch und englisch) mit klaren Spielregeln entwickelt, so dass nun ein jeder über die Website www.sehzeichen.de nicht nur eigene Bilder aus Sünkenbergs Baukasten zusammensetzen, sondern diese auch nach Belieben weiterentwickeln kann. Ein bisschen ist das so, als kreiere man ein Puzzle am Computer, und zwar eines, bei dem am Ende immer alles passt.

Entstanden ist der Kontakt zwischen dem Maler und den Software-Spezialisten vor gut einem Jahr auf einer IT-Messe. Während Sünkenberg schon seit Jahren nach Mitteln und Wegen suchte, um die Möglichkeiten des Internets für seine Arbeit zu nutzen, hat man bei Balance, wie Manager Stephan Wurst wissen lässt, noch nie zuvor daran gedacht, sich an einem künstlerischen Projekt zu beteiligen. Trotzdem ist der Einsatz der Firma hoch.

Balance wird prozentual an den Gewinnen beteiligt, die sich Sünkenberg von den Sehzeichen verspricht. Dabei muss aber nicht jeder, der die Website aufruft oder ein wenig mit den Sehzeichen spielt, auch gleich zahlen. Sünkenberg betont, dass es ihm bei dem Projekt nur am Rande ums Geld gehe. In erster Linie habe er ein Instrument zur nonverbalen Kommunikation schaffen wollen. Dies funktioniert bei Sehzeichen mit ziemlich einfachen Mitteln: Man muss sich auf der Website kostenlos anmelden. Danach kann der Nutzer auf alle Zeichen aus dem Baukasten zugreifen und eigene "Bilder" basteln.

Ob man die Früchte der künstlerischen Arbeit obendrein bei Sehzeichen veröffentlichen möchte oder nicht, bleibt einem selbst überlassen. Zahlen muss, wer eines der Werke in halbwegs akzeptabler Qualität gedruckt haben will: die einzelnen Bild-Bausteine erscheinen in einer sehr niedrigen Auflösung auf der Website. Gibt man hingegen den Druck bei Sünkenberg und Balance in Auftrag, kann man nicht nur zwischen unterschiedlichen Bildgrößen wählen, sondern sich auch aussuchen, ob man sein Bild lieber auf einer Leinwand oder auf Papier gebannt sehen will.

Je nachdem, wofür man sich entscheidet, kostet der Druck zwischen 58 und einigen hundert Euro. "Dafür ist aber auch jedes Bild ein echtes Unikat", erklärt Sünkenberg. Es wird mit dem Herstellungsdatum versehen und bekommt eine eigene Seriennummer; außerdem kann der stolze Internet-Künstler seinen Namen - oder eine andere Signatur - aufdrucken lassen. Hinter der Signatur erscheint dann lediglich der Hinweis "unter Verwendung von Sehzeichen".

Kontakt mit Banken

Wer alles neben einfachen Privatkunden aus Frankfurt, New York oder Johannesburg zu den Sehzeichen-Verwendern zählen könnte - dafür hat Visionär Werner Sünkenberg bereits allerlei Ideen. So informiert er schon seit November 2004 hartnäckig die Vorstände verschiedener Banken über sein Projekt und fordert sie dazu auf, künstlerisch aktiv zu werden. Die Kunst, so Sünkenberg, könne schließlich eine Bereicherung der "rauen und unterkühlten Geschäftswelt" bedeuten. Und immerhin habe er bislang noch keine einzige Absage aus den Banken erhalten, wenn er seine Sehzeichen vorgestellt habe - allerdings auch noch keine Zusage.

 
 
Freitag, 7. Januar 2005

Artikel in der Bremervörder Zeitung:

 
 
Freitag, 17. September 2004

Artikel im Weser Kurier

 
 
Ausgabe 47 der Zeitschrift mare

Artikel in der mare:

IM NETZ: FARBE BEKENNEN

Eine persönliche Botschaft aus Seezeichen oder der eigene Name im Flaggenalphabet als Kunstdruck? Maritimes schätzenden Internet-Fans öffnet sich auf www.sehzeichen.de ein reich ausgestattetes Atelier, in dem sie zwischen vielen Materialien und Möglichkeiten wählen können, um sich ihr eigenes Seezeichenbild zu schaffen. Zunächst alles virtuell. Die bunte Geometrie der 70 Jahre alten internationalen Flaggenbuchstaben kann endlos variiert werden. Wer zufrieden ist mit seiner Arbeit und sie vielleicht sogar für die Nachwelt erhalten will, kann das Werk per Mausklick an den Künstler schicken, der es dann auf Papier oder Leinwand bannt.

Wiebke Böse

 
 
Mittwoch, 1. Dezember 2004

Artikel in der Alpha Bremen

 
 
Donnerstag, 3. Februar 2005

Artikel in der Kreiszeitung:

Medititation und Begegnung mit Mustern
www.sehzeichen.de: Werner Sünkenberg öffnet virtuelles Atelier für praktische Kunstchats


Als Werner Sünkenberg jetzt wieder vor seiner Skulptur „Mensch“ im Sportpark seiner Heimatstadt Sulingen stand, stellte er zufrieden Veränderungen an der Oberfläche fest. Der Stahl zeigte deutlich Abnutzungsspuren. Hier, erklärte der Bildhauer, stützten sich die Menschen auf, wenn sie sich fotografieren lassen. Und meist würden sich Bewohner und Besucher der Stadt, Betrachter seines Kunstwerks zum Gruppenfoto aufstellen.
So initiiert Sünkenbergs Skulptur bisweilen, wofür sie mit einfacher Symbolik steht: die Menschen zusammen rücken zu lassen, am besten in dem Bewusstsein, dass sie, gleich welcher Rasse oder Hautfarbe, unter einem Dach leben.
Seit Ende letzten Jahres lädt der Wahl-Bremer auch zu Begegnungen im virtuellen Raum ein. Mit der Adresse www.sehzeichen.de öffnet sich für den Nutzer ein Internetportal, hinter dem ein Atelier zum bildnerischen Miteinander aufruft. Jeder einzelne Besucher kann seine eigene Komposition aus zahlreichen vorgeformten Elementen zusammensetzen. Geschöpft hat Sünkenberg dabei aus dem internationalen Signalbuch, dem Flaggenalphabet der Seeschifffahrt, aus abstrakter und informeller Malerei.
Über die „Meditation“ und „positive Lebensraumgestaltung“, die der Künstler einem aktiven Internetpublikum verspricht, ließe sich das Atelier auch zu einem künstlerischen Klönschnack besuchen. Man kann sich das Atelier mit einem weiteren Gast teilen und in der gar nicht einfachen Kunst kollektiver Kompositionen tätig werden – sicher ein Prüfungsfeld für Verständnis und Toleranz.
Die „sehzeichen“-Seite bietet neben üppigem Materialangebot und reichlich Möglichkeit zur Mustergestaltung auch ein Archiv, in dem virtuelle Werke abgelegt oder zur Weiterverarbeitung geparkt werden können. Was dem User besonders gut gefällt, kann er sich „als hochwertigen Druck zu einem günstigen Preis“ zusenden lassen.
Die körperliche Nähe wie beim Gruppenfoto vor der Skulptur haben die Sehzeichen-Setzer nicht, Spuren haptischen Gebrauchs finden sich allerhöchstens auf der Tastatur. Aber mit seinem „interaktiven Projekt“ folgt Sünkenberg den Sehzeichen der Zeit.